PC Welt Tests und Reviews
-
Nubia Redmagic 11 Air im Test: Leistungsstarkes, leichtes Gaming-Smartphone mit langer Laufzeit
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- 6,85-Zoll-OLED ohne Unterbrechungen
- Hervorragende Leistung
- Lange Akkulaufzeit
Kontra
- Fotoergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen nicht optimal
- Die rückseitige Kameraausbuchtung kann beim Spielen störend sein
- Keine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse
Fazit
Das Redmagic 11 Air sorgt für große Fortschritte in der Air-Reihe. Beeindruckendere Hardware und verbesserte Kühlung ermöglichen dennoch ein geringeres Gewicht. Das Air 11 ist zwar nicht ganz so leistungsstark wie das größere 11 Pro. Doch für Gaming-Fans ist es ein sehr attraktives Gesamtpaket zu einem verlockenden Preis.
Preis zum Zeitpunkt der Bewertung
This value will show the geolocated pricing text for product undefined
Bester Preis heute
Preis beim Test
509 Euro
Aktuell bester Preis: Redmagic 11 Air
ProduktPreisIm vergangenen Jahr stellte Nubia eine neue Slimline-Version seiner Gaming-Smartphones vor. Diese erhielt in Anlehnung an Apple den Namen Redmagic 10 Air. Nun ist die zweite Generation mit einigen Verbesserungen im Handel erhältlich. Wer eine leistungsstarke Gaming-Plattform ohne das Gewicht des Redmagic 11 Pro (230 Gramm) sucht, könnte hier fündig werden.
Doch wie schneidet das neue Modell im Vergleich zu seinem Vorgänger ab. Und wäre es besser, sich stattdessen gleich für die Pro-Version zu entscheiden?
Design und Verarbeitung
Wenn Sie schon einmal ein Redmagic-Smartphone besessen haben, wissen Sie, dass es sich dabei nicht gerade um Leichtgewichte handelt. Das 11 Air kommt diesem Anspruch jedoch so nahe wie kein anderes Modell des Unternehmens zuvor.
Die Metall- und Glaskonstruktion fühlt sich so solide an wie eh und je. Wie schon das 10 Air liegt auch dieses Smartphone gut in der Hand. Die Abmessungen von 163,82 × 76,54 × 7,85 Millimeter fühlen sich überraschend kompakt an. Dazu trägt auch das relativ geringe Gewicht von 207 Gramm bei.

Martyn Casserly
An den Seiten befinden sich erneut die 520-Hertz-Schultertasten zur Steuerung der Spiele sowie die rote Magic-Taste, mit der die spezielle Gaming-Software geöffnet werden kann. Alternativ lässt sich die Taste auch für das Öffnen anderer Apps oder Funktionen einspannen.
Es handelt sich hier um ein Smartphone, das definitiv mit beiden Händen bedient werden sollte. Die glatten Oberflächen sind ziemlich rutschig.
Die rückseitige Glasabdeckung präsentiert sich mit einem markanten, futuristischen Muster – ein typisches Designmerkmal der Geräte von Redmagic. Unter der transparenten Oberfläche sorgen integrierte RGB-LEDs dafür, dass das Firmenlogo beim Spielen effektvoll aufleuchtet und den Gaming-Charakter zusätzlich unterstreicht.
Im Bereich des Kameramoduls fällt im Vergleich zum 10 Air eine zusätzliche kreisförmige Einheit auf. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein weiteres Objektiv, sondern um einen sichtbaren Hinweis auf das verbesserte Kühlsystem: Erstmals verbaut Redmagic hier einen integrierten Lüfter mit bis zu 24.000 Umdrehungen pro Minute, der für eine effizientere Wärmeableitung und damit für konstante Leistung sorgt.

Martyn Casserly
Es handelt sich um ein Smartphone, das definitiv mit beiden Händen bedient werden sollte. Die glatten Oberflächen sind ziemlich rutschig, insbesondere während einer intensiven Gaming-Session. Glücklicherweise legt Nubia dem Gerät eine Kunststoffhülle bei.
Nubia bietet das Redmagic Air 11 in zwei Farboptionen an – Phantom (eine Art transparentes Schwarz) und Prism (transparentes Weiß). Das Smartphone hat die Schutzklasse IP54 für Staub- und Wasserfestigkeit, was dem Vorgängermodell entspricht. Diese Schutzklasse kommt jedoch nicht an die IPX8-Einstufung des Redmagic 11 Pro heran.
Bildschirm und Lautsprecher
Nubia ist nach wie vor einer der wenigen Smartphone-Hersteller, der Selfie-Kameras unter dem Bildschirm verwendet. Dazu kommt ein Fingerabdrucksensor unter dem Bildschirm. Dadurch ist das Display des 11 Air frei von Kerben oder Löchern.
Zwar geht diese Lösung zulasten der Bildqualität der Frontkamera, doch für viele dürfte das ein vertretbarer Kompromiss sein. Das durchgängige 6,85-Zoll-OLED-Panel überzeugt mit einer immersiven Darstellung und eignet sich gut für Spiele oder das Ansehen von Videoinhalten.

Martyn Casserly
Dank einer Auflösung von 2.688 × 1.216 Pixeln und einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz sehen alle Inhalte sehr scharf aus. Die maximale Helligkeit von 1.800 Nits reicht ebenfalls aus, um gerade bei hellen Szenen stark zu blenden. Der mit Corning Glass GG7i versehende Bildschirm sollte einige Kratzer abhalten und auch leichte Stürze überstehen. Das Glas kann jedoch bei ungünstigem Lichteinfall etwas reflektieren.
Leider verfügt die Air-Reihe nicht über eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse, wie es bei den Pro-Geräten von Nubia der Fall ist.
Der Ton wird über zwei Lautsprecher wiedergegeben, von denen sich einer an der Unterseite befindet. Der zweite ist der Lautsprecher zum Telefonieren an der Oberseite. Zusammen bieten sie ein ordentliches Klangprofil. Für einen besseren Sound sollten Sie aber lieber einen kabellosen Kopfhörer über die Bluetooth 5.4-Funktion koppeln. Bedauerlicherweise verfügt die Air-Reihe nicht über eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse, wie es bei den Pro-Geräten von Nubia der Fall ist.
Das Display des Redmagic 11 Air bietet ein Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 95,10 Prozent. Das Panel verfügt zudem über eine globale Touch-Abtastrate von 960 Hertz und eine blitzschnelle Touch-Abtastrate von 2.500 Hertz für präzises und reaktionsschnelles Gaming.
Rechenleistung
Gaming-Smartphones benötigen eine hohe CPU- und GPU-Leistung. Daher ist es nicht überraschend, dass sich Nubia für eine erstklassige Ausstattung entschieden hat. Diese umfasst einen Snapdragon-8-Elite-Prozessor mit bis zu 4,32 Gigahertz, eine Adreno-830-Grafikeinheit und einen dedizierten RedCore-R4-Gaming-Chip.
Hinzu kommen entweder 12 Gigabyte oder 16 Gigabyte LPDDR5X-Ultra-RAM. Insgesamt gesehen ist dies eine beeindruckenden Ausstattung.
Das Kühlsystem mit dem neuen Lüfter konnte die Temperatur auf einem akzeptablen Niveau halten.
Beim Testen des 11 Air mit verschiedenen Spielen, von leichten Titeln wie “Stardew Valley” bis hin zu Schwergewichten wie “Genshin Impact”, zeigte sich, dass die Hardware problemlos mit aufwendigen 3D-Szenen zurechtkam.
Das Kühlsystem mit dem neuen Lüfter konnte die Temperatur dabei auf einem akzeptablen Niveau halten. Dennoch wird das Smartphone bei längeren Spielsitzungen warm, aber nie so stark, dass man es beiseite legen muss.

Martyn Casserly
Ein kleiner Nachteil ist, dass es im Gegensatz zu den Pro-Modellen keine flache Glasplatte auf der Rückseite gibt. Diese gleicht den Unterschied zur Kameraausbuchtung etwas aus. Beim 11 Air kam es hingegen häufiger vor, dass meine Finger beim Spielen im Querformat auf die Objektive auf der Rückseite gerieten. Das ist zwar nicht unangenehm. Mit dem Pro-Modell lässt sich aber dennoch ergonomischer spielen.
Die Schultertasten reagieren ebenso wie das Display sehr flott. Die Möglichkeit, die beiden Tasten in der Game Space-Software neu zuzuweisen, ist nach wie vor eine großartige Funktion für alle, die das Beste aus ihrem Gaming-Smartphone herausholen möchten.
Im Folgenden sehen Sie, wie das Redmagic 11 Air in unseren Standard-Benchmark-Tests im Vergleich zu einigen seiner engsten Konkurrenten abgeschnitten hat:
Das Redmagic 11 Air ist mit 256 Gigabyte oder 512 Gigabyte UFS 4.1-Speicher erhältlich.
Kameras
Nubia stattet das Redmagic 11 Air mit zwei Objektiven aus (wie auch das 10 Air). Dabei handelt es sich einmal um ein 50-Megapixel-Hauptobjektiv mit einer Blende von f/1,89 sowie um ein 8-Megapixel-Objektiv mit OIS und einer Blendschutzbeschichtung für scharfe Bilder.
Wenn Sie ein Smartphone nicht speziell wegen seiner Kameras kaufen, ist das 11 Air eine durchaus brauchbare Option.
Die Hauptkamera kann gute Bilder aufnehmen und verfügt über einen recht schnellen Fokus, sodass ich nicht allzu viele Aufnahmen verpasst habe. Allerdings will sich Google Lens durchgehend einmischen, da sich die Taste direkt neben dem Auslöser befindet. Dieses Manko lässt sich jedoch beheben, indem man die Einstellung aktiviert, mit der man auch die Schultertasten als Auslöser verwenden kann.

Martyn Casserly
Wenn Sie das 11 Air bei günstigen Lichtverhältnissen verwenden, werden Sie von den Ergebnissen beeindruckt sein. Ich habe allerdings festgestellt, dass es in schwierigeren Situationen Probleme mit überbelichteten Bereichen hatte. Ansonsten sind die Farben gelungen und die Bilder wirken lebendig und ausgewogen.
Bei schlechten Lichtverhältnissen ist die Leistung in Ordnung, obwohl bei Aufnahmen ohne Lichtquelle recht schnell Bildrauschen auftritt. Wenn Sie ein Smartphone nicht speziell wegen seiner Kameras kaufen, ist das 11 Air eine durchaus brauchbare Option. Sie werden damit ebenfalls schöne Bilder machen, die Sie in sozialen Medien oder mit Ihren Freunden teilen können.
Die 16-Megapixel-Kamera unter dem Display wurde von Generation zu Generation spürbar weiterentwickelt. Die teils unscharfen Selfies früherer Modelle von Redmagic gehören inzwischen der Vergangenheit an. Aktuelle Geräte liefern deutlich schärfere und insgesamt ausgewogenere Aufnahmen.
Allerdings greift die Software sichtbar in die Bildverarbeitung ein: Farben, Kontraste und Hauttöne werden teils stark optimiert, was die Fotos zwar ansprechend, stellenweise aber etwas überbearbeitet wirken lässt. Unterm Strich sind die Ergebnisse dennoch klar besser als noch vor wenigen Jahren.
Das 11 Air kann Videoaufnahmen mit bis zu 8K-Auflösung bei 30 fps erstellen. Sie erhalten brauchbarere Ergebnisse, wenn Sie sich stattdessen für 4K-Auflösung bei 60 fps oder sogar 1080p-Auflösung bei 60 fps entscheiden. Ich empfand auch den Fokus sehr gelungen. Damit können Sie beim Wechsel des Motivs oder der Beleuchtung schnell und ohne große Suchbewegungen neu fokussieren. Auch hier gilt: Für den täglichen Gebrauch ist die Videofunktion mehr als ausreichend.
Einer der Ringe auf der Rückseite der 11 Air ist für den speziellen Rundblitz vorgesehen. Das Smartphone verfügt außerdem über verschiedene Szenenmodi wie Sternenspur, Lichtmalerei, Zeitlupe, Zeitraffer und einige mehr.
Akkulaufzeit und Aufladen
Die Akkulaufzeit kann über den Erfolg oder Misserfolg von Gaming-Smartphones entscheiden. Eine superschnelle Leistung ist zwar schön, aber wenn sich das Gerät nach nur einer Stunde beim Spielen Ihres Lieblingsspiels ausschaltet, kann dies enttäuschend sein.
Nubia hat seine Redmagic-Smartphones stets mit großen Akkus ausgestattet. Das 11 Air verfügt über einen großen 7.000-Milliamperestunden-Akku, der ganze 1.000 Milliamperestunden mehr bietet als der Akku im Vorgänger.
Im täglichen Gebrauch ist das 11 Air problemlos ein Zwei-Tages-Smartphone. Doch natürlich kauft man kein Redmagic-Smartphone, wenn man nicht vorhat, damit auch zu spielen. Bei dieser Nutzungsart ist die Akkulaufzeit zwar kürzer, aber immer noch sehr gut.
Bei einem einstündigen Test mit “Asphalt Legends” sank der Ladezustand um etwa 15 Prozent. Wenn man dies hochrechnet, ergeben sich mit einer einzigen Ladung zwischen 6 und 7 Stunden Spielzeit.

Martyn Casserly
In unserem Standard-PCMark-Akkutest erzielte das 11 Air ordentliche 8 Stunden und 36 Minuten. Das Redmagic 11 Pro schafft nur eine Stunde mehr, verfügt aber auch über einen 7.500-Milliamperestunden-Akku.
Für das Aufladen des Smartphones mit dem mitgelieferten Ladegerät benötigte das 11 Air 15 Minuten von 0 Prozent auf 35 Prozent und in 30 Minuten auf 64 Prozent. Eine vollständige Aufladung benötigte eine Stunde und 8 Minuten, was für einen so großen Akku ziemlich gut ist.
Nubia legt dem Redmagic 11 Air ein Ladegerät bei. Dadurch können Sie die 80-Watt-Schnellladefunktion sofort nutzen.
Software und Apps
Das 11 Air setzt auf Android 16 als Betriebssystem. Darüber legt der Hersteller sein Redmagic OS 11. Diese Oberfläche nimmt zahlreiche Anpassungen an Android vor, beispielsweise gibt es futuristische Designs, die Sie auswählen können.
Game Space erweist sich als einzigartiger und wirklich nützlicher Bonus gegenüber der Konkurrenz.
Eine interessante Funktion ist die Möglichkeit, mithilfe der KI-Funktionen individuelle Hintergrundbilder zu erstellen. Ich habe diese Funktion kurz getestet und innerhalb von Sekunden einen Hintergrund im “Blade Runner”-Stil erzeugt.

Martyn Casserly
Überdies gibt es weitere KI-Funktionen wie die Transkription von Aufnahmen, Live-Übersetzungen und eine Notizblock-App, in die Sie Notizen, Gliederungen oder Ideen diktieren können, die dann in Text umgewandelt und sogar zusammengefasst werden.
Abgesehen von den üblichen Anwendungen wie Facebook, Booking.com, TikTok und einigen Dienstprogrammen gibt es kaum überflüssige Software. Ungewollte Apps können schnell gelöscht werden, sodass Sie ein sauberes System erhalten, das gut und verlässlich funktioniert.
Eine der herausragenden Funktionen der Redmagic-Smartphones ist Game Space. Dabei handelt es sich um eine spezielle Suite von Tools für mobile Gamer. Damit können Sie das Gameplay verbessern, Screenshots verwalten und die Leistung und Zuordnung der Steuerelemente im Spiel anpassen.
Es gibt sogar einen Assistenten im Anime-Stil, der Ihnen mit taktischen Ratschlägen zur Seite steht, als Ihre Stimme im Spiel fungiert oder Sprachbefehle entgegennimmt, damit Sie die Hände weiter frei haben.

Martyn Casserly
Ich gehe davon aus, dass jeder, der sich ernsthaft für ein Redmagic-Smartphone interessiert, Gaming als Hauptanforderung sieht. Dann erweist sich Game Space als einzigartiger und wirklich nützlicher Bonus gegenüber der Konkurrenz.
Nubia gibt an, dass das Redmagic 11 Air fünf Jahre lang Android- und Sicherheitsupdates erhalten wird. Dies schließt zwei große Android-OS-Updates ein.
Preis und Verfügbarkeit
Das Redmagic 11 Air wurde am 11. Februar 2026 mit unterschiedlichen Konfigurationen veröffentlicht. Kaufen können Sie das Smartphone direkt beim Hersteller. Dort kostet das Redmagic 11 Air mit 12 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher 499 Euro.
Das besser ausgestattete Modell mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte internem Speicher kostet hingegen 599 Euro. Auch Amazon hat das Smartphone zu Preisen von 509 Euro (12 Gigabyte RAM, 256 Gigabyte Speicher) bzw. 609 Euro (16 Gigabyte RAM, 256 Gigabyte Speicher) im Angebot.
Da ASUS seinen Rückzug aus dem Markt für Gaming-Smartphones angekündigt und die ROG-Reihe eingestellt hat, gibt es derzeit kaum direkte Konkurrenz für das 11 Air.
Als Alternative bietet sich jedoch das Redmagic 11 Pro an. Dieses Gaming-Smartphone verfügt über einen größeren Akku und einige andere Verbesserungen. Die Preise für das Pro-Modell beginnen jedoch erst ab 699 Euro. Überdies finden Sie auch in unserer Bestenliste der 12 besten Smartphones Geräte mit erstklassigen Spezifikationen, die sich ebenfalls für Gaming eignen.
Fazit
Das schlanke, leichtere Design macht das Redmagic 11 Air zu einem angenehmeren Alltagsgerät als die Redmagic Pro-Reihe. Das 11 Air verfügt ebenfalls über sehr leistungsfähige Hardware, ein klares Design und der zusätzliche Lüfter sorgt für eine deutlich bessere Kühlung.
Dieses Smartphone meistert jedes Spiel und belastet mit seinem geringeren Gewicht Ihre Hände nicht so stark. Wenn Sie jedoch das beste Gaming-Smartphone suchen, bietet das Redmagic 11 Pro alle Extras, ganz zu schweigen von dem revolutionären Flüssigkeitskühlsystem.
Technische Daten
- Android 16
- Redmagic 11 UI
- 6,85-Zoll-OLED mit 1,5K-Auflösung, 144 Hertz
- 4,32 Gigahertz Snapdragon 8 Elite-Prozessor
- Adreno 830 GPU
- 12 Gigabyte oder 16 Gigabyte LPDDR5X Ultra RAM
- 256 Gigabyte oder 512 Gigabyte UFS 4.1
- 24-Millimeter-Hauptkamera mit 50 Megapixeln
- 14-Millimeter-Weitwinkelkamera mit 50 Megapixeln
- 16-Megapixel-Selfie-Kamera unter dem Display
- Stereo-Lautsprecher
- 520 Hertz berührungsempfindliche Schultertasten
- Unter dem Display verbauter Fingerabdrucksensor
- Wi-Fi 7
- Bluetooth 5.4
- NFC
- Dual-SIM (Nano)
- ICE-Kühlsystem
- Lüfter mit 24.000 Umdrehungen pro Minute
- Schutzklasse IP54
- 7.000-Milliamperestunden-Akku
- 80 Watt kabelgebundenes Schnellladen
- USB-C
- 163,82 × 76,54 × 7,85 Millimeter
- 207 Gramm
-
Cosori Turbo Tower Pro im Test: Leistungsstark und platzsparend
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Intelligentes und platzsparendes Design
- Synchronisiert beide Schubladen
- Keramikschubladen
- Leicht zu reinigen, spülmaschinenfest
Kontra
- Etwas teuer
- Die App lässt etwas zu wünschen übrig
Fazit
Die Cosori Turbo Tower Pro ist eine gut durchdachte, leistungsstarke Doppel-Heißluftfritteuse mit großem Volumen, die nur wenig Platz in Ihrer Küche beansprucht.
Preis zum Zeitpunkt der Bewertung
This value will show the geolocated pricing text for product undefined
Bester Preis heute
Preis beim Test
279,99 Euro
Aktuell bester Preis: Cosori Turbo Tower Pro
ProduktPreisDas Format gefällt mir auf Anhieb. Zwei vertikale Fächer sind wesentlich praktischer als ein doppeltes Fach in der Breite, insbesondere in einer normal großen Küche, wo oft nicht allzu viel Platz für Küchengeräte ist.
Mit der Cosori Turbo Tower Pro erhalten Sie viel Volumen auf relativ kleiner Fläche: insgesamt 10,8 Liter, aufgeteilt in 4,3 Liter im oberen Fach und 6,5 Liter im unteren. Das reicht für größere Haushalte und für Leute, die oft mehrere Teile einer Mahlzeit gleichzeitig zubereiten möchten. In das untere Fach passt ein ganzes Hähnchen!
Ein weiterer Vorteil des Pro-Modells sind die Schubladen, die nicht teflonbeschichtet, sondern aus Keramik sind. Das gilt nur für die Pro-Variante, nicht für das Standardmodell Turbo Tower.

Zwei geräumige Fächer.
Andreas Thors / M3.se
Synchronisieren Sie die Fächer – alle Speisen sind gleichzeitig fertig
Der Vorteil einer Doppel-Heißluftfritteuse ist, dass sich alles sehr einfach gleichzeitig zubereiten lässt. Dabei hilft die Synchronisierungsfunktion. Sie stellen beide Zonen ein und lassen die eine auf die andere warten, bis alle Bestandteile für eine Mahlzeit gleichzeitig fertig sind. Sie können die Temperaturen in beiden Fächern aufeinander abstimmen oder unterschiedliche Temperaturen und Zeiten einstellen.

Die beiden Fächer können synchronisiert werden. Dauert die Zubereitung in einem der Fächer länger, startet das Fach mit der kürzeren Zubereitungszeit später, so dass alles zur gleichen Zeit fertig wird. Andreas Thors / M3
Den unteren Korb können Sie außerdem mit einem Gitter teilen. Es wird zwar kein vollständiger dritter Korb daraus, aber es reicht, um etwa Gemüse von Kartoffeln zu trennen oder eine Portion weniger knusprig zuzubereiten, während eine andere mehr Hitze abbekommt.
Airfryer-Tipp
Ein kleiner Kochtipp für alle, die sich in der Welt der Heißluftfritteusen noch nicht bestens auskennen: Auch wenn Airfryer häufig mit “frittieren ohne Öl” werben, profitieren Geschmack und Textur deutlich von einer kleinen Menge Öl. Besprühen Sie Ihre Speisen leicht mit einem hitzebeständigen Öl – so werden sie außen knuspriger und insgesamt aromatischer. Ganz ohne Öl ist das Ergebnis zwar nicht, doch im Vergleich zum klassischen Frittieren benötigen Sie deutlich weniger Fett und erhalten eine leichtere, bekömmlichere Variante.
Leistung, Hitze und Gleichmäßigkeit
Das Gerät heizt schnell auf – in meinen Tests dauert es etwa 3,5 Minuten, um 180 Grad zu erreichen – und es fühlt sich auch mit vollen Körben leistungsstark an. Voll bedeutet jedoch nicht, dass Sie alles hineinpacken können, was Sie wollen. Schließlich handelt es sich um eine Heißluftfritteuse, sodass zwischen den Zutaten etwas Luft benötigt wird.

Die untere Schublade verfügt über zwei Heizelemente für eine gleichmäßigere Erwärmung. Die obere hat ein Heizelement. Andreas Thors / M3.se
Die Cosori Turbo Tower Pro verfügt über mehrere Heizelemente, zwei für den unteren Korb und eines für den oberen. Dadurch wird eine gleichmäßigere Wärmeverteilung erreicht als bei einfacheren Modellen. Trotzdem müssen Sie Lebensmittel wenden, die auf beiden Seiten gleich stark gebräunt sein sollen.
Die untere Heizschlange ist schwächer als die obere, sodass die Unterseite nicht automatisch die gleiche Hitze erhält.
Diese Heißluftfritteuse regt außerdem zum Schichten an. Die obere Schublade eignet sich hervorragend für Speisen, die von direkter Hitze und schnellem Bräunen profitieren, während die untere (insbesondere mit einem Rost) als größere Auflaufform für Gemüse oder mehr Zubehör dienen kann.
Einfache Reinigung
Die Keramik erfüllt ihren Zweck, aber der große Vorteil liegt darin, dass sich die Schubladen und Roste leicht entnehmen lassen und spülmaschinenfest sind. Die Heizelemente sind ungeschützt, wodurch sie zwar leicht Spritzer abbekommen, aber auch leichter zu reinigen sind.

Die Heizelemente sind freiliegend, wodurch sie schnell verschmutzen, aber auch leicht zu reinigen sind. Andreas Thors / M3
Aber auch wenn die Schalen spülmaschinenfest sind, empfehlen wir Silikonformen. Diese erleichtern die Reinigung erheblich, speziell bei marinierten, fettigen oder klebrigen Speisen.
Der Nachteil ist, dass die Knusprigkeit etwas verloren gehen kann, wenn die Form den Luftstrom behindert. Wählen Sie daher dünne Formen und füllen Sie diese nicht zu voll.

Silikonformen sind empfehlenswert, wenn Sie vermeiden möchten, die gesamte Schale nach jedem Gebrauch zu spülen.
M3.se
Die App ist in Ordnung
Turbo Tower Pro ist mit Vesync verbunden. Theoretisch ist dies der “smarte” Teil, aber in der Praxis bringt die App im Alltag nicht viel. Sie schickt Benachrichtigungen, wenn das Essen fertig ist, aber diese sind oft nicht synchron oder überflüssig, weil man die Signaltöne in der Küche ohnehin hört. Außerdem müssen Sie den Garvorgang am Gerät selbst manuell starten.

Die App für die Heißluftfritteuse von Cosori ist in Ordnung, aber Sie werden sie wahrscheinlich nicht oft verwenden.
M3.se
Die App ist jedoch als Hilfe und Gedächtnisstütze nützlich. Sie enthält Tipps zu Zeiten und Temperaturen für unterschiedliche Gerichte, und Sie können Ihre Zubereitungen speichern. Das ist zwar keine Revolution, aber praktisch. Vermutlich werden Sie die App nicht mehr oft verwenden, sobald Sie ein Gefühl dafür entwickelt haben, wie lange unterschiedliche Lebensmittel jeweils benötigen, bis sie fertig sind.
Sollten Sie die Cosori Turbo Tower Pro kaufen?
Wenn Sie eine große Heißluftfritteuse für umfangreiche Mahlzeiten brauchen, aber nur wenig Stellfläche für das Gerät haben, ist die Turbo Tower Pro eine gute Wahl. Das Hochformat ist ein Pluspunkt, aber dieses Cosori-Modell überzeugt auch durch schnelles Aufheizen, gleichmäßige Ergebnisse und einfache Handhabung. Die App kann eher als Bonus denn als Kaufargument betrachtet werden.
Cosori bietet seine Turbo Tower Pro für 279,99 Euro an. Derzeit (Februar 2026) gibt es einen Rabatt. Damit kostet das Gerät momentan nur noch 259,99 Euro. Bei Amazon ist das Modell derzeit für 279,99 Euro erhältlich.
Technische Daten
Getestet: Februar 2026
Kapazität: 10,8 Liter (4,3 Liter und 6,5 Liter)
Leistung: 2630 Watt
Temperatur: 30 bis 230 Grad Celsius
Zeit: 1 Minute bis 24 Stunden
Abmessungen: 41,3 × 30 × 40,5 Zentimeter (mit Griff)
Gewicht: 9,6 Kilogramm
Funktionen: Heißluftfrittieren, Braten, Grillen, Aufwärmen, Backen, Dörren, Teige gehen lassen
Sonstiges: Synchronisierung/Anpassung für zwei Zonen, Keramikbeschichtung, App (Vesync), doppelte Heizelemente im unteren Fach. -
JBL Bar 1300 MK2 im Test: Perfekter Kino-Sound
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Hervorragende Klangqualität
- Ansprechendes Design
- Praktisch mit kabellosen, wiederaufladbaren Surround-Lautsprechern
Kontra
- Hoher Preis
- Wenig Neues
Fazit
Die JBL Bar 11300 MK2 beeindruckt mit einem fantastischen Klang, der im Kino nicht besser sein könnte. Allerdings hat Qualität ihren Preis, und der ist in diesem Fall recht hoch. Wenn Sie sich das leisten können, bekommen Sie aber auch ein Klangerlebnis, das den Sound der meisten anderen Produkte übertrifft.
Preis zum Zeitpunkt der Bewertung
This value will show the geolocated pricing text for product undefined
Bester Preis heute
Preis beim Test
1470 Euro
Aktuell bester Preis: JBL Bar 1300 MK2
ShopPreisProduktPreisAuf den ersten Blick sieht die JBL Bar 1300 MK2 wie eine Soundbar aus, die versucht, 3D-Sound ohne Satellitenlautsprecher zu erzeugen. Doch der Schein trügt, denn was wie ein einziger großer Lautsprecher aussieht, sind eigentlich drei Teile: eine Soundbar und zwei Satelliten.
Die beiden Satellitenlautsprecher sind seitlich an der Soundbar befestigt, die Sie vor Ihrem Fernseher oder Bildschirm platzieren. Sie können die Satelliten auch abnehmen und hinter Ihrem Sitzplatz positionieren, wenn Sie ein echtes Surround-Erlebnis haben möchten.
Die Satellitenlautsprecher sind kabellos und über die Soundbar wiederaufladbar.

Die kabellosen und wiederaufladbaren Surround-Lautsprecher sind leicht zu übersehen.
Jan Sandbladh
Der Subwoofer verbindet sich zwar kabellos mit dem System, ist aber nicht wiederaufladbar und benötigt ein Netzkabel. Dasselbe gilt für die Soundbar. Zusätzlich wird ein HDMI-Kabel für den Anschluss an einen Fernseher oder Projektor benötigt. Das System ist zwar nicht vollständig kabellos, der Kabelbedarf wurde aber zumindest auf ein Minimum reduziert.
Fantastischer Klang
Ich finde die JBL Bar 1300 MK2 für eine Soundbar optisch sehr ansprechend, vor allem, wenn die Surround-Lautsprecher mit ihren abgerundeten Kanten angebracht sind. Der Subwoofer sieht mit dem neuen, dezenten und abgerundeten Design sehr elegant aus.
Die Installation ist so einfach wie auch die Bedienung. Sie können das System teilweise direkt über die Tasten auf der Soundbar steuern, vor allem aber über die mitgelieferte Fernbedienung oder, wenn Sie maximale Kontrolle wünschen, über die zugehörige App.
Einmal in Betrieb genommen, bietet die JBL Bar 1300 MK2 ein beeindruckendes Klangerlebnis. Näher als mit dieser Soundbar kommen Sie einem Kinogefühl zu Hause nicht. Der Klang aus dem Frontlautsprecher und den Surround-Lautsprechern ist rein, klar und voll, während der Bass schwer und kraftvoll dröhnt. Ein maximales Surround-Erlebnis!

Der Subwoofer wurde neu gestaltet.
Jan Sandbladh
Die JBL Bar 1300 MK2 ist jedoch nicht auf Filme und Fernsehen beschränkt. Sie können sich ganz einfach über Bluetooth sowohl mit dem Gesamtsystem als auch mit den einzelnen Surround-Lautsprechern verbinden, um Musik von Ihrem Smartphone abzuspielen. Und auch hier ist der Klang natürlich von hoher Qualität.
Sollten Sie die JBL Bar 1300 MK2 kaufen?
Der einzige Nachteil dieser Soundbar ist der Preis: Sie kostet fast 1.500 Euro. Die Vorgängerversion Bar 1300 kostet bei JBL ebenfalls fast 1.500 Euro, bei anderen Anbietern sogar noch etwas mehr. Die Unterschiede zwischen den Geräten sind gering. Die 1300 MK2 kommt mit neuem Design beim Subwoofer und geringfügigen Verbesserungen beim Klang.
Technische Daten
Produkt: JBL Bar 1300 MK2
Getestet: Februar 2026
Hersteller: JBL
Typ: Soundbar mit kabellosen Surround-Lautsprechern und Subwoofer
Soundsystem: 11.1.4-Kanal
Anschlüsse: 3 × HDMI-Eingang, 1 × HDMI-Ausgang, digital optisch, Ethernet, USB für Updates
Drahtlos: WLAN und Bluetooth
Gesamtleistung: 2470 Watt
Abmessungen Soundbar: 103 × 5,8 × 13,6 Zentimeter
Abmessungen Subwoofer: 31,5 × 27,8 × 27,5 Zentimeter
Abmessungen Surround-Lautsprecher: 20,2 × 5,8 × 13,6 Zentimeter
Gewicht Soundbar: 5,9 Kilogramm
Gewicht des Subwoofers: 12 Kilogramm
Gewicht Surround-Lautsprecher: jeweils 1,3 Kilogramm
Frequenz: 33 bis 20.000 Hertz
Sonstiges: Unterstützung für Chromecast, Airplay und Spotify Connect -
Motorola Signature im Test: Schlankes Smartphone-Flaggschiff mit starker Ausstattung
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Hervorragendes Display
- Schlankes Design
- Vielseitige Kameraausstattung
- Langer Software-Support
Kontra
- Überladene Software
- Unübersichtliche KI-Funktionen
- Gewöhnungsbedürftiges Curved-Display
- Eingeschränkte Akkulaufzeit
Fazit
Das Motorola Signature vereint ein schlankes Design mit einem hochwertigen Display und leistungsstarker Hardware auf Flaggschiff-Niveau. Performance und Tempo überzeugen, auch die Kamera liefert gute Ergebnisse. Kritisch zu beachten sind jedoch die teils aufgeblähte Software, die unübersichtlichen KI-Funktionen sowie die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit – Punkte, die Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen sollten.
Preis zum Zeitpunkt der Bewertung
This value will show the geolocated pricing text for product undefined
Bester Preis heute
Preis beim Test
999,99 Euro
Aktuell bester Preis: Motorola Signature
ShopPreisProduktPreisMotorola schickt mit dem Signature ein neues Flaggschiff ins Rennen und verabschiedet sich damit von der Edge-Reihe als Spitzenklasse. Das Gerät heißt schlicht “Signature” und ist das erste Modell der neuen Serie. Motorola spricht von einer “neuen Ultra-Premium-Reihe”.
Damit ordnet der Hersteller das Smartphone klar über den bisherigen Edge-Ultra- und Edge-Pro-Modellen ein. Ein Blick auf das Datenblatt zeigt, dass der Anspruch hoch ist. Auch beim Design setzt Motorola Akzente. Nach dem Auftakt der 2026er-Generation mit dem Moto Edge 70 führt das Signature den Trend zu besonders schlanken Geräten fort. Der Preis in Höhe von 999,99 Euro bleibt im Rahmen.
Obwohl Motorola von einer komplett neuen Serie spricht, kommt Ihnen beim Signature vermutlich einiges bekannt vor. Wir haben das neue Flaggschiff ausgiebig getestet.
Design & Verarbeitung
- 6,99 mm und 186 g
- Strukturierte Oberfläche in zwei Pantone-Farben
- IP68/69, MIL-STD-810H-Schutz
Obwohl Motorola von einer “neuen” Serie spricht, bietet das Signature ein gewohntes Design. Sie bekommen eine strukturierte Rückseite, ein großes Kameramodul oben links und abgerundete Kanten, die fließend in den Aluminiumrahmen übergehen.
Mit 6,99 Millimetern ist das Gehäuse ähnlich schlank wie beim Edge 70. Insgesamt erinnert das Design stark an die Edge-Modelle aus dem vergangenen Jahr.
Schlussendlich hat sich optisch also nicht viel getan. Das Signature ordnet sich jedoch sauber über dem Edge 70 ein und bringt im Vergleich zu früheren Pro- und Ultra-Modellen ein leicht aufgewertetes Gesamtpaket mit.

Chris Hall / Foundry
Das schlanke Gehäuse und die geschwungenen Kanten sorgen dafür, dass sich das große Smartphone etwas besser mit einer Hand halten lässt. In Zeiten, in denen viele Hersteller auf flache Vorder- und Rückseiten setzen, wirkt das Design allerdings fast schon etwas aus der Zeit gefallen. Wenn Sie den typischen Motorola-Look mögen, kommen Sie hier jedoch voll auf Ihre Kosten.
Die strukturierte Rückseite hebt sich ebenfalls ab, denn in dieser Preisklasse dominiert meist Glas. Sie bietet etwas mehr Grip, zeigte im Test aber auch eine Schwäche: Schmutz bleibt schneller hängen und die Oberfläche lässt sich nicht ganz so leicht reinigen wie eine glatte Glasrückseite.

Mattias Inghe
Das Gerät ist nur in zwei Farben erhältlich: Pantone Carbon (unser Testgerät) und Pantone Martini Olive. Beide wirken deutlich erwachsener als viele der auffälligen Farbtöne von Herstellern wie Apple oder Google.
Trotz der sehr schlanken Bauform bringt das Smartphone gute Schutzstandards mit. Es verfügt über die Zertifizierungen IP68 und IP69 sowie über einen MIL-STD-810H-Fallschutz. Das Display ist zudem mit Corning Gorilla Glass Victus 2 geschützt.

Chris Hall / Foundry
Man könnte diesem Smartphone zwar vorwerfen, dass es optisch etwas in die Jahre gekommen wirkt, dafür ist es aber überdurchschnittlich schlank. Zum Vergleich: Das OnePlus 15 ist 8,1 Millimeter dick, das Galaxy S25 Ultra von Samsung kommt auf 8,2 Millimeter. Motorola hat hier also fast einen Millimeter eingespart, allerdings gibt es dabei einen Kompromiss, auf den ich weiter unten noch eingehen werde.
Bildschirm & Lautsprecher
- 6,8 Zoll, 2.780 × 1.264 Pixel OLED
- 165 Hz LTPO
- Stereo-Lautsprecher
Motorola hat beim Display wirklich alles gegeben. Auf dem Papier gehört es zu den besten Bildschirmen, die man derzeit in einem Smartphone finden kann. Mit 6,8 Zoll zählt es zu den größeren Panels, während die Bildwiederholrate von 165 Hertz das Gerät an die Spitze seiner Klasse bringt.
Der 165-Hertz-Modus ist allerdings nur beim Spielen über die Gametime-App von Moto verfügbar. Selbst hier lief “Call of Duty Mobile” aber nur mit maximal 120 Bildern pro Sekunde. Das Display nutzt LTPO-Technologie und kann die Bildwiederholrate je nach Anwendung dynamisch anpassen, bis auf 1 Hertz. Das schont den Akku.
Überdies bietet das Panel eine hohe Auflösung von 450 Pixel pro Zoll sowie eine angegebene Spitzenhelligkeit von 6.200 Nits. Dieser Wert soll vor allem die Wirkung von HDR-Inhalten steigern. Die extremen Helligkeitswerte werden im normalen Alltag nicht über den gesamten Bildschirm erreicht.
Das Display des Motorola Signature ist beeindruckend und macht im Alltag viel Spaß.

Chris Hall / Foundry
Besonders deutlich wird das bei der Wiedergabe von Ultra-HDR-Inhalten in Google Fotos. Das Smartphone hat außerdem noch einen besonderen Vorteil. Die Aufnahme von Videos mit Dolby Vision, die auf dem Display ebenfalls hervorragend wirken. Allerdings kann Dolby Vision dazu führen, dass die Gesamthelligkeit des Bildes etwas reduziert wird.
Das Display des Motorola Signature ist beeindruckend und macht im Alltag viel Spaß. Ich fand es detailreich und farbenfroh, mit verschiedenen Optionen, um die Darstellung den eigenen Vorlieben anzupassen. Einziger Kritikpunkt ist, dass ein flaches Display für Gamer noch etwas besser geeignet wäre.
Auf dem Smartphone findet sich zudem die Kennzeichnung Dolby Atmos, wobei die Stereo-Lautsprecher versuchen, den Klang für ein möglichst räumliches Hörerlebnis zu verteilen. Die Lautsprecher erreichen eine ordentliche Lautstärke, können bei hohen Pegeln aber etwas schrill klingen, während es insgesamt nicht sehr viel Bass gibt.
Für gelegentliches Videoschauen und Spielen reicht die Qualität aber völlig aus.
Ausstattung & Rechenleistung
- Snapdragon 8 Gen 5-Chipsatz
- 16 GB RAM
- 512 GB Speicher
Insgesamt bietet die Hardware für die meisten Nutzer eine gute Mischung aus hoher Leistung und vernünftigem Preis.
Beim Chipset legt das Motorola Signature im Vergleich zum Motorola Edge 60 Pro deutlich zu. Statt des früheren MediaTek-Chips kommt der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 zum Einsatz. Damit bewegt sich das Gerät auf Flaggschiff-Niveau, liegt aber eine Stufe unter dem Snapdragon 8 Elite Gen 5, wie er etwa im Honor Magic 8 Pro oder im OnePlus 15 verbaut ist.
Die Leistungsunterschiede sind im Alltag gering. Beim Spielen von “Call of Duty Mobile” oder “PUBG” konnte ich praktisch keinen Unterschied feststellen. Allerdings vermute ich, dass die 165 Hertz Bildwiederholrate hier nicht immer vollständig ausgereizt wird.
Insgesamt bietet die Hardware für die meisten Nutzer eine gute Mischung aus hoher Leistung und vernünftigem Preis. Mit einem Preis von 999,99 Euro positioniert sich das Smartphone bewusst ganz knapp unter der 1.000-Euro-Marke.

Chris Hall / Foundry
Motorola hat das Smartphone mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte internem Speicher ausgestattet, weitere Varianten gibt es nicht. Die Ausstattung ist sehr großzügig gewählt. Das macht sich auch bei der allgemeinen Performance bemerkbar. Die Bedienung ist durchgehend schnell und flüssig, ganz so, wie man es von einem Flaggschiff erwartet.
Apps werden schnell installiert und geöffnet, und Daten werden innerhalb von Spielen zügig geladen. Unterstützt werden außerdem WLAN 7 und Bluetooth 6, sodass das Smartphone auch bei den neuesten Funkstandards auf dem aktuellen Stand ist. Telefonate klangen im Test ebenfalls klar und gut verständlich.
Kameras
- 50 MP, f/1,6 Hauptkamera auf der Rückseite
- 50 MP, f/2,0 Ultraweitwinkel mit 120-Grad-Sichtfeld
- 50 MP, f/2,4 3-fach-Teleobjektiv
- 50 MP, f/2,0 Selfiekamera
Beim Motorola Signature gibt es gleich vier Kameras mit jeweils 50 Megapixeln, was klar zeigen soll, dass das Gerät beim Thema Fotografie ein Statement setzen will. Grundsätzlich gelingt das auch. Bei gutem Licht liefert das Smartphone sehr gute Aufnahmen mit realistischer Darstellung, vielen Details und einem starken HDR-Effekt.
Die Hauptkamera besitzt eine lichtstarke Blende von f/1,6, wodurch viel Licht auf den Sensor fällt. Dadurch entsteht bei Motiven, die sehr nah an der Linse sind, eine recht geringe Tiefenschärfe. Positiv ist deshalb die automatische Umschaltung auf die Ultraweitwinkelkamera für Makroaufnahmen. Überdies arbeiten die einzelnen Linsen sehr konsistent zusammen, sodass die Farbdarstellung beim Wechsel zwischen den Kameras weitgehend gleich bleibt.

Chris Hall / Foundry
Auch die Ultraweitwinkelkamera liefert gute Ergebnisse, ohne an den Bildrändern zu Unschärfe zu neigen. Natürlich gibt es eine gewisse Verzerrung, insgesamt sind die Resultate aber sehr überzeugend.
Zusätzlich gibt es ein dreifach optisches Periskop-Teleobjektiv, das einen digitalen Zoom bis zu 100-fach ermöglicht. Ab etwa 20-fach Zoom kommt KI zum Einsatz, um die Darstellung zu korrigieren. Dabei verändern sich allerdings die Texturen etwas, während Bilder im mittleren Zoombereich schärfer wirken können. Bei sehr hohen Zoomstufen wirkt die Bildverarbeitung teilweise stärker generativ. Wer das nicht mag, kann den Effekt in den Einstellungen abschalten. Im Vergleich liegt der Super-Res-Zoom des Google Pixel leicht vorn.
Die Farbdarstellung ist insgesamt gut gelungen. Die Bilder wirken etwas kräftiger als beim Pixel, erreichen aber nicht ganz die starke Sättigung eines Samsung bei Grün- und Blautönen. Wer möchte, kann zwischen den Farbprofilen “Natural” und “Signature” wählen, wobei letzteres einen eigenen Moto-Farbstil verspricht.


Der Signature-Modus erhöht die Farbsättigung im gesamten Bild, wodurch die Aufnahmen kräftiger wirken. Dadurch wirkt das Ergebnis zwar weniger realistisch, doch für viele Nutzer dürfte genau dieser Look attraktiv sein. Auffällig ist jedoch, dass im Signature-Modus der Super-Zoom nicht optimal arbeitet: Wer starken Digitalzoom zusammen mit dem Signature-Farbprofil nutzt, muss mit Einbußen bei der Bildqualität rechnen.
Bei wenig Licht ist das Smartphone nicht ganz so stark wie das Pixel. An trüben Tagen entstanden teilweise dunklere Bilder, wobei Details in wolkigem Himmel verloren gingen. Das Pixel konnte hier den dunkleren Bildbereich besser aufhellen, ohne dass Kontrast und Struktur in den Wolken zu stark leiden. Das deutet darauf hin, dass die Bildverarbeitung insgesamt bislang nicht ganz auf diesem Niveau ist.
Das gilt auch für Low-Light-Selfies, bei denen das Display als Blitz dient: Bei schlechten Lichtverhältnissen fallen die Ergebnisse eher mäßig aus. Bei guten Lichtbedingungen liefert die Frontkamera dagegen solide Aufnahmen, die im Porträtmodus eine saubere Kantenerkennung bieten. Der Signature-Stil verändert auch hier die Farbdarstellung, wodurch Hauttöne teilweise intensiver und leicht “geschminkt” wirken.
Die Kamera unterstützt außerdem 8K-Video mit Dolby Vision. Der praktische Nutzen ist allerdings begrenzt, da 8K-Displays derzeit kaum verbreitet sind. Auf einem Dolby-Vision-Display wirken die Aufnahmen sehr gut, erscheinen jedoch meist etwas dunkler als normales HDR. Dolby Vision senkt die Helligkeit leicht, um den Dynamikumfang zu erhöhen.
Probieren Sie am besten die verschiedenen Optionen aus, um herauszufinden, welcher Look am ehesten zu Ihren Vorlieben passt.
Akkulaufzeit & Aufladen
- 5.200-mAh-Silizium-Kohlenstoff-Akku
- 90 Watt kabelgebundenes Laden
- 50 Watt kabelloses Laden
Der Kompromiss für das schlanke Design zeigt sich beim Akku. Motorola setzt auf Silizium-Kohlenstoff-Technologie, doch der Akku kommt nur auf 5.200 Milliamperestunden. Das ist für ein Flaggschiff ein durchschnittlicher Wert und liegt etwa auf dem Niveau des Samsung Galaxy S25 Ultra. Herausragend ist die Kapazität damit nicht, primär nicht in einer Zeit, in der Geräte wie das OnePlus 15 mit Akkus jenseits von 7.000 Milliamperestunden arbeiten.
Das Smartphone hielt im Test problemlos einen Tag durch, erreichte aber nicht mehrere Tage Laufzeit, die einige andere Modelle inzwischen bieten.
Mit dem schlanken Design geht also auch eine geringere Akkulaufzeit einher. Motorola hat sich hier bewusst für Design statt für maximale Ausdauer entschieden. Das ist ein gewagter Schritt, denn viele Käufer wünschen sich inzwischen vorrangig mehr Akkulaufzeit.
Bei der Laufzeit liegt die Leistung wie erwartet im mittleren Bereich. Das Smartphone hielt im Test problemlos einen Tag durch, erreichte aber nicht mehrere Tage Laufzeit, die einige andere Modelle inzwischen bieten. Im Vergleich zu Geräten von Google oder Samsung ist dafür das 90-Watt-Schnellladen ein großer Pluspunkt.

Chris Hall / Foundry
Das ist nicht die schnellste Ladeleistung, die der Hersteller bisher angeboten hat, aber das Smartphone lässt sich trotzdem sehr schnell aufladen. Ein Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten. Ich habe das Smartphone mit einem 100-Watt-Ladegerät von Anker getestet und festgestellt, dass es in 30 Minuten von 18 auf 94 Prozent geladen wurde, also um insgesamt 76 Prozentpunkte.
Das Gerät unterstützt außerdem 50-Watt-Wireless-Charging, dafür wird allerdings ein kompatibles Ladegerät benötigt. Hinzu kommen 10 Watt kabelloses Reverse-Charging sowie 5 Watt Reverse-Charging über Kabel.
In der Software gibt es zahlreiche Optionen zur Steuerung des Ladevorgangs, mit denen sich etwa die Alterung des Akkus durch Schnellladen etwas reduzieren lässt.
Benutzeroberfläche & Apps
- Moto Hello UI und Moto AI
- Android 16
- 7 Jahre Software-Updates
Mit der Einführung des Signature macht Motorola einen wichtigen Schritt bei der Softwareunterstützung. Das Smartphone erhält sieben Jahre Update-Support und zieht damit mit Wettbewerbern wie Samsung oder Google gleich.
Das Smartphone startet außerdem mit Android 16 und nutzt die Oberfläche Hello UI mit Moto AI. Bis 2024 bot Motorola eine sehr aufgeräumte Benutzeroberfläche.
Das Smartphone leidet unter ähnlichen Schwächen wie die Modelle aus dem Jahr 2025. Der Kern von Android bleibt zwar erhalten, doch es kommen immer mehr zusätzliche Elemente hinzu. Dazu gehören mehr vorinstallierte Apps, Werbung für weitere Installationen und ein recht unübersichtliches KI-Angebot.
Am stärksten entfernt sich das Gerät vom klassischen Android-Erlebnis durch Veränderungen im App-Drawer. Dort wurde unter anderem ein Newsfeed integriert, der deutlich hinter der Qualität von Google Discover zurückbleibt. Auch die Suche im Apps-Menü ist verwirrend gelöst, weil je nach Tippbewegung entweder eine KI-Suche oder eine Google-Suche gestartet wird.
Viele der vorinstallierten Zusatz-Apps lassen sich zwar deinstallieren oder deaktivieren, trotzdem verschlechtert der App-Drawer das Nutzererlebnis spürbar. Zwar könnte man einen alternativen Launcher installieren, sollte dafür aber eigentlich nicht gezwungen sein. Gerade Nutzer, die das Standarderlebnis des Herstellers genießen möchten, werden durch die zusätzlichen Funktionen unnötig eingeschränkt.

Chris Hall / Foundry
Bei allen aktuellen Smartphones spielen KI-Funktionen eine immer größere Rolle. Da das Gerät auf Android basiert, steht auch der KI-Assistent von Google mit Gemini bereit, der zudem in die Google-Apps integriert ist und sehr schnell reagiert.
Problematisch wirkt jedoch die zusätzliche KI-Strategie von Motorola. Neben Gemini gibt es weitere eigene Angebote wie Copilot und Perplexity, die das System eher unnötig aufblähen. Eine klar erkennbare, durchgängige KI-Strategie ist in dieser Form nicht zu erkennen. Insgesamt bleibt die Software damit der größte Schwachpunkt des Smartphones.
Preis & Verfügbarkeit
Bei Amazon kostet das Motorola Signature in der Farbe Pantone Carbon 989,99 Euro. Die goldene Version in der Farbe Pantone Martini Olive ist mit 962 Euro sogar noch etwas günstiger.
Mit diesem Preis liegt das Signature gleichauf mit Flaggschiff-Konkurrenten wie dem Pixel 10 Pro XL (949 Euro) und dem OnePlus 15 (976 Euro). In diesem Jahr erscheinen voraussichtlich noch weitere Geräte mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5, die möglicherweise ein ähnliches Leistungsniveau zu einem günstigeren Preis bieten.
Fazit
Das Motorola Signature positioniert sich als neues Flaggschiff der Marke und überzeugt mit mehreren Stärken: leistungsstarke Snapdragon-Hardware, gute Performance, ein hervorragendes Display und ein schlankes Design. Im Vergleich zu vielen Mainstream-Konkurrenten ist das Gerät zudem etwas günstiger, und mit sieben Jahren Software-Updates kann es in puncto langfristiger Unterstützung mit den Top-Modellen mithalten.
Die Kamera liefert ein hochwertiges Flaggschiff-Erlebnis, bietet eine Auswahl sinnvoller Objektive und insgesamt solide Ergebnisse – auch wenn es in dieser Preisklasse nicht ganz zur Spitzenklasse gehört. Der Akku fällt im Vergleich zu einigen Konkurrenten eher klein aus, und die Software wirkt stellenweise überladen. Es erfordert ein wenig Aufwand, störende Zusatzfunktionen zu deaktivieren oder zu entfernen.
Insgesamt ist das Motorola Signature ein gutes Smartphone. Es hebt sich jedoch nicht stark genug von der Konkurrenz ab.
Technische Daten
- Android 16
- 6,8 Zoll, 165 Hz Extreme AMOLED-Display
- Snapdragon 8 Gen 5
- 16 GB RAM
- 512 GB Speicher
- 50 MP, f/1,6 Hauptkamera mit OIS
- 50 MP, f/2,0 Ultraweitwinkelkamera
- 50 MP, f/2,4 3-fach-Teleobjektiv
- 50 MP, f/2,0 Selfie-Kamera
- 5.200-mAh-Akku
- 90 W kabelgebundenes Laden
- 50 W kabelloses Laden
- Stereo-Lautsprecher
- IP69-zertifiziert für Wasser- und Staubschutz
- Gorilla Glass Victus 2
- 5G
- Bluetooth 6
- 162,1 × 76,4 × 6,99 mm
- 186 g
-
Roborock Qrevo Curv 2 Flow im Test: Walzentechnik als Gamechanger?
Auf einen Blick
Unsere Wertung
Pro
- Wischwalze mit hohem Anpressdruck für gründliche Reinigung
- Starke Hinderniserkennung durch die Kombination aus KI-Kamera und LiDAR
- Hygienische Heißwasser-Wäsche der Walze verhindert Bakterienbildung
- DuoDivide-Bürstentechnologie eliminiert das Problem verwickelter Haare fast vollständig
- Vollautomatische Wartung in der Station inklusive effektiver Warmlufttrocknung
Kontra
- Die Bauhöhe schränkt die Reinigung unter extrem flachen Möbeln ein
- Keine automatische Reinigungsmittel-Dosierung
Fazit
Der Qrevo Curv 2 Flow setzt beim Wischen auf eine aktive Walzentechnik in Kombination mit intelligenter Schmutzwasserabsaugung und hebt sich damit technisch von klassischen Saug-Wisch-Robotern ab. Das System arbeitet gründlich und sorgt für gleichmäßige Reinigungsergebnisse. Dank präziser Navigation bewegt sich das Gerät zuverlässig durch den Wohnraum, während der Wartungsaufwand gering bleibt. Besonders in Haushalten mit viel Parkett oder Fliesen bietet das Modell eine leistungsstarke und komfortable Lösung – vorausgesetzt, die Bauhöhe passt unter die vorhandenen Möbel.
Price When Reviewed
This value will show the geolocated pricing text for product undefined
Best Pricing Today
Preis beim Test
749 Euro
Aktuell bester Preis: Roborock Qrevo Curv 2 Flow
ShopPreisProduktPreisMit dem Qrevo Curv 2 Flow bringt Roborock einen Saug-Wisch-Roboter auf den Markt, der sich klar von klassischen Moppsystemen absetzen soll. Statt rotierender Pads arbeitet hier eine Wischwalze, die sich während der Fahrt selbst reinigt. Dazu kommen eine moderne Navigation mit LiDAR und KI-Kamera sowie ein überarbeitetes Dock mit höherer Waschtemperatur. Wir wollen im Test wissen, ob dieses Modell tatsächlich ein spürbarer Entwicklungsschritt ist.
Design & Verarbeitung
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow bricht mit der kantigen Zweckmäßigkeit vieler Saugroboter: Das Gehäuse folgt einer fließenden, fast organischen Formensprache, die sich auch in der geschwungenen Front der Basisstation fortsetzt. Verarbeitungstechnisch bewegt sich das Gerät auf Premium-Niveau – hochwertige Kunststoffe mit seidenmatten, fingerabdruckresistenten Oberflächen, sauber schließende Übergänge, keinerlei Klappergeräusche.

Christoph Hoffmann
Die relevanten Maße: Mit 353 × 353 Millimeter Grundfläche und einem Gewicht von ca. 4,6 Kilogramm liegt der Roboter stabil auf dem Boden. Zusammen mit den gummierten Antriebsrädern erzeugt das Eigengewicht den nötigen Anpressdruck für die Wischwalze. Kritischer ist die Bauhöhe von 119 mm – LiDAR-Turm und die erhöht bauende Walzenmechanik lassen keinen Spielraum für einen einfahrbaren Turm, wie ihn etwa der Qrevo Curv 2 Pro mit nur 79,8 mm Bauhöhe besitzt. In der Praxis bedeutet das: Unter Designer-Couches oder Sideboards mit sehr geringem Bodenabstand kann der Roboter im Unterschied zu flacheren Konkurrenten eventuell nicht reinigen.
Die Basisstation fällt mit 450 × 450 × 450 Millimeter (B × T × H) großzügig aus und benötigt entsprechend Stellfläche. Wer eine enge Nische eingeplant hat, sollte Maß nehmen – die Station ist einige Zentimeter breiter als etwa die Stationen der Saros-10-Reihe. Dafür beherbergt sie ein vollständiges Dual-Tank-System mit 4-Liter-Frischwassertank und 3-Liter-Schmutzwassertank sowie einen 2,5-Liter-Staubbeutel. Alle Klappen schließen bündig, die Tanks sitzen spielfrei – Roborock setzt konsequent auf eine geschlossene Optik, die Staubansammlungen an Deckeln und Fugen minimiert.
Während der DJI Romo P (rechts im Bild) eher wie ein „Tech-Objekt“ mit sichtbarer Mechanik und eigenständigem Charakter wirkt, präsentiert sich der Roborock Qrevo Curv 2 Flow gewohnt funktional und wohnraumtauglich – dezenter, aber technisch klar fokussiert.

Christoph Hoffmann
Ausstattung
Das technische Prunkstück des Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist das neue Walzen‑Wischsystem (Roller Mop 2.0). Im Gegensatz zu herkömmlichen rotierenden Tuch‑Pads setzt Roborock hier auf eine durchgehende, flexible Walze, die mit bis zu 220 Umdrehungen pro Minute oszilliert und gleichzeitig leicht auf und ab schwingt, um Unebenheiten im Boden nachzufahren.
Durch einen konstanten Anpressdruck von 15 Newton wird eine hohe Reinigungsintensität erreicht, die selbst hartnäckige, eingetrocknete Kaffeeflecken, eingetrockneten Schlamm oder Schuhsohlenabriebe deutlich besser bearbeitet als klassische Tuchpads.

Christoph Hoffmann
Das System arbeitet nach dem Prinzip der permanenten Selbstreinigung: Während der Fahrt sprüht es dosiert Frischwasser auf die Walze, während eine integrierte, präzise formgebende Abstreifkante das Schmutzwasser direkt in den separaten internen Schmutzwassertank ableitet. Dadurch bleibt die Walze bis zum Ende der Reinigung deutlich sauberer und die Verschleppung von Schmutz in den Frischwassertank ist deutlich reduziert – ein klarer Vorteil gegenüber Systemen mit nur einem kombinierten Tank.
Für die Navigation greift der Qrevo Curv 2 Flow auf eine LiDAR‑basierte 360‑Grad‑Scan‑Technologie zurück, ergänzt durch eine intelligente Kamerafront für Objekterkennung und Hindernisvermeidung. Die Laser‑Vermessung ermöglicht eine zentimetergenaue Lokalisierung im Raum und eine präzise Kartierung, während die Kamera kleinere Objekte wie Kabel, Schuhe oder Spielzeug erkennen und die Route dynamisch anpassen kann. Dies führt zu weniger Kollisionen und effizienteren Reinigungsabläufen, insbesondere in komplexen Wohnungen.
Im Saugmodul arbeitet die DuoDivide‑Hauptbürste im Saugkanal, ein System, das sich vor allem in Haushalten mit Haustieren bewährt. Die Bürste ist so konstruiert, dass Haare zuerst in der Mitte geteilt, dann zu den Seiten transportiert und sofort vom Saugstrom eingesaugt werden. Dadurch bleibt die Bürste deutlich frei von Haarverfilzungen, sodass manuelles Freischneiden nahezu entfällt – ein echter Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzmodellen, die weiterhin auf klassische Spiralbürsten setzen.
Die Saugleistung ist mit 20.000 Pascal angegeben, was im hohen Premiumsegment angesiedelt ist. Selbst wenn Spitzenmodelle nominell darüber liegen, zeigt die Praxis, dass dieser Wert mehr als ausreicht, um selbst schweren Quarzsand, Tierstreu oder Staub aus Fugen effektiv zu entfernen. Die Kombination aus hoher Saugkraft und der effizienten DuoDivide‑Bürste sorgt dafür, dass sowohl glatte Böden als auch kurze Teppiche in einem Durchgang sehr gut gereinigt werden.
Gut: Der Roboter erkennt Tiere und deren Spielzeug zuverlässig. Die Kombination aus Kamera-KI und manuell definierbaren Schutzzonen macht ihn zu einem der sichersten Modelle für Haushalte mit Hund oder Katze. Er „denkt“ zwar nicht aktiv mit, bietet aber genug Sensibilität, um Unfälle im Alltag effektiv zu vermeiden.
Aufbau & Inbetriebnahme
Der Start mit dem Gerät ist denkbar einfach und rasch erledigt. Nach dem Anschluss der Station und dem Einsetzen der Tanks erkennt die Roborock-App auf dem Smartphone den Roboter per QR-Code und Bluetooth. Die Ersteinrichtung im WLAN inklusive obligatorischem Software-Update dauert weniger als zehn Minuten.
Bei der anschließenden Schnellerkundung zeigt das System seine wahre Stärke: Der Roboter fährt die Räume nicht komplett ab, sondern scannt die Umgebung im Vorbeifahren mit dem Laser. Innerhalb weniger Augenblicke entsteht ein präziser Grundriss auf dem Smartphone. Dabei werden Bodenbeläge automatisch kategorisiert.

Christoph Hoffmann
Die KI-Kamera markiert Hindernisse wie Stromkabel, Hausschuhe oder Spielzeug von Haustieren sofort korrekt in der Karte. Dies verhindert die typischen „Unfälle“, bei denen sich Roboter in Kabeln verfangen oder Schmutz in der Wohnung verteilt. Die Station bereitet sich parallel vor, heizt das Wasser auf und signalisiert Einsatzbereitschaft.
App-Steuerung
Die Roborock-App bietet eine enorme Tiefe an Einstellungsmöglichkeiten, ohne den Nutzer zu überfordern. Ein zentrales Feature ist die adaptive Schmutzerkennung. Stellt der Roboter über seine Sensoren eine besonders starke Verschmutzung fest, passt er die Wassermenge und Saugkraft automatisch an und fährt den Bereich in einem Schachbrettmuster mehrmals ab.
In der Kartenansicht lassen sich virtuelle Wände ziehen oder No-Go-Zonen für das Wischen definieren – was bei sehr empfindlichen Teppichen absolute Sicherheit gibt.

Christoph Hoffmann
Zudem erlaubt die App die feinjustierte Steuerung der Reinigungsmodi für die Station. Hier kann festgelegt werden, wie heiß die Walze gewaschen werden soll und wie lange die anschließende Heißlufttrocknung dauern darf, um Geruchsbildung zu vermeiden.

Christoph Hoffmann
Die Statusanzeigen für Verschleißteile sind klar verständlich. Besonders hervorzuheben ist die „Deep Cleaning“-Option für Ecken, bei der der Roboter spezielle Manöver fährt, um die bauartbedingte Lücke der Walze zum Rand hin bestmöglich auszugleichen. Die Reaktionsgeschwindigkeit der App ist vorbildlich; Befehle werden nahezu ohne Verzögerung umgesetzt.
Reinigung im Alltag
Im Alltag hat mich der Qrevo Curv 2 Flow vor allem durch seine spürbar gründliche und zugleich entspannte Arbeitsweise überzeugt. Gerade auf meinen Hartböden – ob Parkett oder Fliesen – sieht man nach einer Runde deutlich, dass hier nicht nur Staub eingesaugt, sondern wirklich gewischt wird.
Die Walzentechnik macht für mich den Unterschied: Statt feucht nachzuziehen, arbeitet der Roboter den Schmutz sichtbar ein und nimmt ihn direkt wieder auf. Das Ergebnis wirkt gleichmäßiger und „frischer“ als bei vielen klassischen Saug-Wisch-Robotern mit rotierenden Pads. Im Alltag bedeutet das: weniger Nacharbeiten von Hand und ein insgesamt saubereres Wohngefühl.

Christoph Hoffmann
Auch die Navigation läuft angenehm unauffällig. Der Roboter fährt systematisch, umfährt Stuhlbeine und kleinere Hindernisse zuverlässig und wirkt dabei durchdacht statt hektisch. Besonders praktisch finde ich, dass ich ihn problemlos regelmäßig laufen lassen kann, ohne groß eingreifen zu müssen. Die Selbstreinigung in der Station nimmt mir zusätzlich Arbeit ab – ich muss nicht ständig Mopps auswaschen oder manuell reinigen.
Natürlich gibt es Grenzen: Unter sehr niedrige Möbel kommt er bauartbedingt nicht immer. Aber im normalen Wohnalltag empfinde ich ihn als echte Entlastung. Für Haushalte mit viel Hartboden ist er für mich eine der komfortabelsten Lösungen, wenn man Wert auf gründliches Wischen legt und möglichst wenig Zeit mit Wartung verbringen möchte.
Das Zusammenspiel aus Walzenbreite, fehlender spezieller Kantenbürste und rundem Fahrmuster führt dazu, dass sich in tiefen Ecken oder in engen Winkeln von Sofas und Schränken leichter Schmutz ansammeln kann, besonders wenn dort nur wenig Luft zwischen Möbel und Boden ist. In der täglichen Nutzung fällt das meist nicht störend auf, aber bei sehr grobem oder hartnäckigem Randschmutz muss oft manuell nachgearbeitet werden.
Mit meinem Hund Lord, der lange schwarze Haare verliert, zeigt sich im Alltag schnell, wie gut ein Saugroboter wirklich arbeitet. Gerade längere Haare sind auf meinem Schieferboden und dem Parkett sofort sichtbar – und sie neigen dazu, sich in Bürsten zu verfangen oder in Ecken zu sammeln. Positiv überrascht hat mich hier vor allem die DuoDivide-Bürste: Die Haare werden tatsächlich zur Mitte geführt und direkt eingesaugt, statt sich klassisch um eine Spiralbürste zu wickeln. Das reduziert das lästige Freischneiden per Hand deutlich.

Christoph Hoffmann
Auf Hartböden verschwinden Lords Haare zuverlässig in einem Durchgang, auch entlang von Wänden bleibt kaum etwas liegen. Auf Kurzflorteppichen funktioniert das ebenfalls gut, wenngleich ich bei besonders haarintensiven Tagen manchmal einen zweiten Lauf einplane. Entscheidend ist für mich aber der Wartungsaspekt: Trotz der Haarmenge bleibt die Bürste erstaunlich frei von Verfilzungen, und auch die Walze beim Wischen verteilt keine Haare weiter, sondern nimmt sie sauber mit auf. Für einen Haushalt mit einem langhaarigen Hund ist das spürbar mehr Komfort im Alltag – und deutlich weniger manuelle Nacharbeit.
In meinem Testalltag zeigte sich ein klarer Schwachpunkt beim Übergang vom Schlafzimmer zur Diele. Dort befindet sich eine etwas ungünstige Schwelle mit steiler Kante, an der der Qrevo Curv 2 Flow wiederholt scheiterte. Er setzt zwar an, versucht den Anstieg mit leicht variierender Fahrbewegung zu nehmen, bricht den Versuch dann aber ab und dreht um. Hier musste ich entweder manuell nachhelfen oder den Bereich separat reinigen lassen. In Wohnungen mit ähnlichen, kantigen Übergängen sollte man das im Blick behalten.
Umso positiver fiel mir hingegen das Verhalten in der Küche auf: Meine Freischwingerstühle gelten als echter Härtetest für Saug-Wisch-Roboter, weil sie durch ihre geschwungene Konstruktion und Querstreben oft zu Navigationsproblemen führen. Der Qrevo Curv 2 Flow manövrierte jedoch erstaunlich souverän um die Metallkonstruktionen herum, ohne sich festzufahren oder hektisch zu korrigieren. Wo andere Modelle zuletzt mehrfach aufgegeben oder sich verkeilt haben, arbeitete er strukturiert weiter – ein klarer Pluspunkt im Alltagstest.

Christoph Hoffmann
Die integrierte KI-Kamera ermöglicht nicht nur eine präzise Hinderniserkennung, sondern erlaubt über die App auch einen Live-Blick in die Wohnung inklusive Zwei-Wege-Audio, sodass sich bei Bedarf sogar ein kurzer „Telefonanruf“ in die eigenen vier Wände realisieren lässt.
Fazit
Der Roborock Qrevo Curv 2 Flow ist klar auf maximale Wischleistung ausgelegt – und genau hier spielt er seine größte Stärke aus. Die Walzentechnologie ist klassischen Pad-Systemen spürbar überlegen, weil sie Schmutz nicht nur anlöst, sondern aktiv vom Boden aufnimmt und abtransportiert. Gerade auf Hartböden sorgt das für ein sichtbar gründlicheres Ergebnis und ein insgesamt hygienischeres Gefühl. Unterstützt wird das durch die ausgereifte Selbstreinigungsstation, die im Alltag viel Arbeit abnimmt: Im Wesentlichen beschränkt sich der Aufwand auf das Nachfüllen von Frischwasser und das Entleeren des Schmutzwassertanks.
Trotz der auf dem Papier etwas geringeren Saugkraft im Vergleich zum Pro-Modell überzeugt die Reinigungsleistung im Alltag. Auf Hartböden und Kurzflorteppichen werden sehr gute Ergebnisse erzielt, während die Navigation flüssig und präzise um Hindernisse manövriert. Bei Teppichen hebt der Roboter die Walze um 10 Millimeter an, dennoch bleibt die Saugleistung auf dicken Teppichen hinter absoluten Spitzenmodellen mit noch höherer Pa-Leistung zurück. Auch die fehlende automatische Reinigungsmitteldosierung kostet etwas Komfort.
Wer jedoch überwiegend Hartböden besitzt und eine besonders gründliche, weitgehend autonome Nassreinigung sucht, erhält mit dem Qrevo Curv 2 Flow ein technisch ausgereiftes, wartungsarmes System, das den Haushaltsaufwand spürbar reduziert.
Technische Daten
- Abmessungen Roboter: 353 × 353 × 119 mm
- Abmessungen Basisstation: 450 × 450 × 450 mm
- Maximale Saugkraft: 20.000 Pa (HyperForce Technologie)
- Wischsystem: Aktive Wischwalze (220 U/min) mit 15 Newton Anpressdruck
- Navigationssystem: PreciSense LiDAR + Reactive AI (Hindernisvermeidung mit Kamera)
- Hauptbürste: DuoDivide-Bürste (Gegenläufiges Design gegen Haarverwicklungen)
- Akku-Kapazität: 5.200 mAh (Reicht für ca. 250 qm im Standardmodus)
- Station-Funktionen: Automatische Staubentleerung, Heißwasser-Walzenwäsche, Heißlufttrocknung, Wassertank-Nachfüllung
- Wassertanks (Station): 4,0 Liter Frischwasser / 3,5 Liter Schmutzwasser
- Schwellenüberwindung: Bis zu 20 mm (mit speziellen Klettermodi für Türschwellen)
- Teppich-Features: Automatische Anhebung der Walze um 10 mm + Abschirm-Modus
- Geräuschpegel: ca. 67 dB im Standard-Saugmodus
- Sprachsteuerung: Amazon Alexa, Apple Siri, Google Home







































